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VSGZ fordert Gleichbehandlung: Ist das lokale Geschehen nichts wert?

Die Bedeutung der Medien ist momentan in aller Munde, dabei geht es vor allem um den Coronavirus. Darüber und was unsere Regierung dagegen unternimmt, wird in allen Facetten ausgeleuchtet. Zu Recht, doch daneben gibt es einen Alltag, den wir so gut wie möglich überstehen müssen: als Eltern, als Angestellte, als Gewerbetreibende, als Unternehmer... Da plagen uns andere Sorgen, die uns unmittelbar betreffen, wie die Schule in unserem Dorf, wo die Kinder unterrichtet werden, der Sportverein, in dem wir uns engagieren, die Firma im Nachbardorf, wo wir arbeiten, oder den Weg dorthin, welchen wir mittels ÖV oder per Auto täglich fahren undsoweiter. Und was hier geschieht, was uns unmittelbar betrifft, dazu erfahren wir das Neueste (und für uns Wichtigste) im lokalen oder regionalen Blatt, das in der Regel wöchentlich erscheint und in alle Haushalte verteilt wird, weil es eine Gratiszeitung ist. Diese Printmedien werden durch Werbung finanziert, dazu tragen die Gewerbe-treibenden vor Ort viel bei, sei es ein Restaurant, der Coiffeurladen, das Möbelhaus, die Autogarage, der Detailhändler, um nur einige zu nennen. Die meisten Läden sind geschlossen, weil die Regierung aus naheliegenden Gründen den Stillstand angeordnet hat, wir sind davon meistens indirekt betroffen. Direkt betroffen sind die Gratiszeitungen, da die Werbetreibenden nach dem behördlichen Lockdown ihre Anzeigen gestoppt haben. Dies ist zwar verständlich, aber wirtschaftlich gesehen fatal: ohne Werbeumsätze sind keine Informationen mehr finanzierbar – auch über das Geschehen vor Ort. Deshalb hat das Parlament eine Nothilfe für die Medien beschlossen, doch davon sind die Gratiszeitungen ausgeschlossen. Weshalb eigentlich: Ist das lokale Geschehen nichts wert? Wird die flächendeckende Information zu wenig geschätzt? Der Verband Schweizer Gratiszeitungen fordert, dass die wöchentlich erscheinenden Regionalblätter, die regelmässig und für alle Haushalte über das Wichtigste vor Ort berichten, genauso behandelt werden wie die Kaufzeitungen, die es ebenso braucht. Alle Mitglieder des VSGZ erreichen wöchentlich über 1,5 Mio. Haushaltungen und damit die Hälfte aller Schweizer Einwohner im Alter zwischen 35 und 75.


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