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Der Verband Schweizer Gratiszeitungen VSGZ wurde 1990 von einer Gruppe initiativer Verleger gegründet, die sich seither mit klaren Qualitätskriterien für die wöchentlich erscheinende Gratiszeitung einsetzen, die in einem genau bestimmten Gebiet in alle Haushalte verteilt werden.

Aus der Randgruppe wurde mit dem Aufkommen der Pendlerzeitungen ein breit akzeptiertes Mediensegment, dessen Bedeutung mit den sich stark – vor allem im Web - verbreitenden Gratisinformationen weiter zunahm.

Heute zeichnen sich die Gratiszeitungen durch eine recht konstante Leserschaft aus, trotz dem starken Einfluss von neuen Medien. Dies ist auf ihre meist lokale und regionale Ausrichtung zurück zu führen, die insbesondere von den Haushaltsführenden geschätzt wird, welche die wichtigste Lesergruppe darstellen.

Gemeinsam erreichen die regionalen Gratiszeitungen Woche für Woche 1,67 Millionen Haushalte. Und damit jeden 2. Haushalt der Schweiz mit rund 500’000 Exklusivleserinnen und -lesern. Eine kostengünstige Gelegenheit für alle Inserenten, die ihrem nationalen Auftritt mehr Gewicht verleihen wollen.  
VSGZ - Über uns

Offener Brief an Bundesrätin Doris Leuthard  

Gratiszeitungen abschaffen – und dann?
 
Sehr geehrte Frau Bundesrätin
 
Wenn Sie Verlegerin wären, würden Sie die Gratiszeitungen sofort abschaffen, sagten Sie am Journalismustag 2018 des Vereins für Qualität im Journalismus vor wenigen Tagen in Winterthur. Da fühlen wir uns als Verband der Schweizer Gratiszeitungen VSGZ angesprochen, verweigern Sie uns  doch als oberste Vertreterin des Schweizer Medienwesens unsere Daseinsberechtigung. Damit stossen Sie nicht nur eine Vielzahl von Verlegern von Gratisblättern vor den Kopf, welche in der ganzen Schweiz hunderte von Arbeitsplätzen schaffen und ihren Teil zur Wertschöpfung in unserem Land beitragen, sie diskriminieren auch mit Ihrer unbedarften Aussage Millionen von Leserinnen und Leser, welche den Gratiszeitungen gute Seiten abringen können. Die trotz Zwangsbeitrag nicht nur staatlich geförderte Medien konsumieren, sondern gerne auch ein für sie kostenloses Informationsblatt lesen. Dies beweist eine seit Jahren stabile Leserschaft, die mit ihrer Konstanz einzigartig in der Printlandschaft steht. Diese Treue basiert auf einer Berichterstattung aus dem lokalen Bereich, der auch künftig geschätzt wird. Vielleicht ist es die in unseren Zeitungen weitgehend fehlende politische Meinungsbildung, die Sie zu Ihrem Verdikt verleiten liess, als Politikerin möchten Sie möglichst viel im Scheinwerferlicht stehen, wie Sie an der genannten Tagung verrieten. Wir bleiben jedenfalls dem Alltäglichen verbunden, schreiben weiterhin über Wünsche und Sorgen von Haushaltsführenden, das sie von unserer Mediengattung erwarten. Was wir von Ihnen erwarten, ist ein respektvollerer Umgang mit Gratiszeitungen. Dies dürfte Ihnen kaum schwer fallen, wenn Sie von der Politbühne zurück in den Alltag kehren, da wird sich Ihr Interesse an lokalen Ereignissen vergrössern. Greifen Sie dann ruhig zu einer Gratiszeitung, wir sind überzeugt, dass Sie Ihre negative Einstellung ablegen werden. Denn auch in den kostenlos verteilten Blättern wird Qualitätsjournalismus betrieben. Dies beweise ich Ihnen gerne persönlich und lade Sie in unser Verlagshaus im Zürcher Oberland ein, in dem unter demselben Dach Kauf- sowie Gratiszeitungen hergestellt werden, Texte und Bilder, die vielfach zuerst auf der Online-Plattform „zueriost“ erscheinen, weil wir – entgegen Ihren Befürchtungen – seit mehreren Jahren digital unterwegs sind. Und auch auf dem Web bieten wir Gratisinhalte und kostenpflichten Content an, weil wir nicht nur Gebühren erheben können, sondern genau klären müssen, für was die Nutzer unserer Informationsangebote zu zahlen bereit sind.
 
Freundlich grüsst Sie
Dani Sigel
CEO Zürcher Oberland Medien und
Präsident VSGZ
 

Beim letzten VSGZ-Treffen stellte Rolf Bollmann die Strategie für die Fortführung der Zehnder-Titel vor.
Beim letzten VSGZ-Treffen stellte Rolf Bollmann die Strategie für die Fortführung der Zehnder-Titel vor.